Fotos vom Traunsee

Traunsee mit Gmunden, Traunkirchen und Ebensee im Oberösterreichischen Salzkammergut

Am Traunsee, dem zweitgrößten See des Salzkammerguts, begegnet man dem Erbe der ehemaligen „Salzkammer“ noch auf Schritt und Tritt. Sei es im industriell geprägten Ebensee, wo seit Ende des 16. Jahrhunderts Salz gesotten wird, sei es im immer noch kaiserlich geprägten Gmunden.

Der Name des Sees wird 909 erstmals urkundlich erwähnt: „Trunseo“ lautet die Bezeichnung, die von der Traun, die den See durchfließt, abgeleitet ist. Andere Namen hatten die Römer für das Gewässer – als „Lacus Felix“, Glücklicher See, und „Lacus Veneris“, See der Venus, wird es von ihnen bezeichnet. 1545 schließlich taucht mit „Gmundner See“ der bis heute geläufige Zweitname erstmals auf.

Einst wurde hier das aus Hallstatt kommende Salz weitertransportiert, bei günstigem Wetter konnte man auf dem See sogar Segel setzen und auf Pferde als Zugtiere verzichten. Seine wirtschaftliche Bedeutung hat er verloren, doch der Traunsee lockt heute umso mehr Besucher an: Er ist als tiefster See Österreichs bei Tauchern sehr beliebt und die häufigen, manchmal auch unberechenbaren Winde begeistern Segler und Surfer. Während sich am Westufer einladende Badebuchten finden, ist der Großteil des Ostufers nicht erschlossen – hier dominiert der wuchtige Traunstein, das markante Kennzeichen des Sees, für Anreisende bereits von Weitem erkennbar. Für die Einheimischen ersetzt der Traunstein außerdem den Wetterbericht. Ob es nämlich schön wird oder nicht, verrät der Hausberg: „Hat der Traunstein einen Hut, wird das Wetter gut!“, lautet einer dieser meteorologischen Leitsätze. Kaiser Maximilian I. behauptete, den Traunstein als Erster bestiegen zu haben – die Einheimischen wussten allerdings, dass es bereits viele Gamsjäger vor ihm auf den Gipfel geschafft hatten.