Treffpunkt der Wiener Fin de Siècle Gesellschaft und ihrer Protagonisten

Zauberberg - Semmering, Reichenau und Rax

PARFUM UND ALPENLUFT
LANDSCHAFTS-LIEBELEI AM SEMMERING

Wolfgang Kos zu Yvonne Oswalds Fotos

„Kaum zwei Bahnstunden von Wien entfernt steigt aus einer Welt von grünen, anmutigen Hügeln der Semmering in einzigartiger Romantik empor. Wohin das Auge des Betrachters sich auch wenden mag, überall fesseln unvergleichliche Bilder den Blick: Bizarre Bergformationen wechseln mit dunklen, hohen Kieferforsten ab; Eisenbahnviadukte, die sich kühn in hohem Bogen über breite Klüfte spannen, zeigen einen gewaltigen Sieg des Menschengeistes über die widerspenstige Natur …“

So beginnt ein Prospekttext für das Grand Hotel Panhans, verfasst um 1930. Der Semmering wird als „Juwel der Großstadt“ bezeichnet (einem anderen Werbetexter fiel die Variante „Smaragd von Wien“ ein), und es finden sich etliche jener Adjektive, die seit dem späten 19. Jahrhundert untrennbar mit dem exzentrisch situierten „Höhenluftkurort“ verknüpft waren: „Erschöpfte“ Großstadtmenschen genießen „wundervoll würzige, ozonreiche“ Luft, erfreuen sich von den „entzückenden“ Loggien ihrer „eleganten“ Hotels aus an der „graziösen“ Bergsilhouette, um sich am Abend dann in die „bequemen“ Fauteuils in der „prachtvoll-gemütlichen“ Halle sinken zu lassen.

Das Wesentliche eines Markenprodukts ist seine Unverwechselbarkeit. Um diese zu erreichen, wird es stilisiert und auf stets wiederholte Grundaussagen reduziert. Der Semmering war eine Elitemarke des österreichischen Tourismus mit großer Strahlkraft, speziell im östlichen Zentraleuropa. Für die Wiener Ringstraßengesellschaft war er mehr als ein Reiseziel, nämlich eine semialpine Außenstelle, eine urbane Enklave im Grünen. Überspitzt könnte man sagen: Der Semmering begann als Marketingidee. Denn dort, wo ab 1880 inmitten dicht bewaldeter Berghänge Hotels und Villen in die Landschaft gestreut wurden, gab es vorher nur ein paar einschichtige Bauernhöfe. Auf einer Waldlichtung am Wolfsbergkogel ließ die Südbahngesellschaft ein „Semmering-Hotel“ (das erst später zum monumentalen Südbahnhotel ausgebaut wurde) und erste Mietvillen errichten, als Werbeimpuls für die Bahnlinie und als Initialzündung für eine systematisch nach Schweizer Vorbild angelegte Tourismuskolonie, die von Wien aus generalstabsmäßig entwickelt wurde. 1888 folgte das Hotel Panhans, später das „Erzherzog Johann“ und das „Kurhaus“, ein typisches Hybrid zwischen Nobelsanatorium und moderner Hotelmaschine. Der sich entlang der eben geführten Hochstraße erstreckende Ort war künstlich, doch sein Name „Semmering“, der sich ursprünglich nur auf den Pass bezogen hatte, war bereits gut eingeführt und seit dem Bau der Gebirgseisenbahn in Wien und im östlichen Mitteleuropa populär.

Im Stafettenlauf der werbewirksamen Gegensätze wurde folgerichtig jener von stinkender, ungesunder Großstadt und dem nahen Ozonparadies zu einem der geläufigsten Semmering-Refrains, etwa in der Form pointierter Slogans wie „der Hausarzt der Wiener“ oder „der grüne Lungenflügel Wiens“. Das war eine drastische Anspielung auf die allgegenwärtige Tbc-Angst. Die „reine, leichte, kühle Alpenluft“ galt als Gegenmittel zur „traurigen Stadtkrankheit“.

Ein gewisser Dr. Fall, er war Direktordes Südbahnhotels,schrieb in der Neuen Freien Presse:„Es ist ein wahres Alpenparadies, 1000 Meter über dem Meeresspiegel, in einer Entfernung von 112 km von der Reichshaupt- und Residenzstadt gelegen, in zwei Stunden entzückender Eisenbahnfahrt, daher ohne große Reisevorbereitungen, ohne großes Reisegepäck, ohne Reisestrapazen zu erreichen und zu genießen.“

Der Nebensatz mit den zwei Eisenbahnstunden blieb im Standardrepertoire (und fand sich auch in der Werbung für Zahnrad- und Seilbahnausflüge auf die Wiener Hausberge Schneeberg und Rax). Der Hinweis „ohne großes Reisegepäck“ deutet auf die Selbstverständlichkeit hin, mit der man „auf den Semmering ging“, wie man sagte, um im sicheren Rahmen vertrauter Landschaftskulissen kurz auszuspannen, Liebschaften zu pflegen, Investments zu besprechen, Husten auszukurieren oder neuesten Wiener Tratsch zu erfahren.

Sigmund Freud mietete eine Villa, „von wo ich in einem Tag bequem in Wien und zurück sein kann“. Zwei D-Zug-Stunden von Wien war man der Metropole nahe genug, um auf Börsenkurse und Theaterkritiken reagieren zu können. Von Arthur Schnitzler, Adolf Loos oder Hermann Bahr weiß man, dass sie deshalb so gerne auf dem Semmering waren, weil sie dort ihr gewohntes Leben nicht verlassen mussten. Die Gespräche der Wiener Kaffeehausrunden konnten nahtlos weitergehen. In Schnitzlers minutiösen Tagebüchern sind vieleSemmeringfahrten vermerkt, doch Naturbeobachtungen findet man kaum, bestenfalls Besprechungen mit Schauspielern, Verhandlungen mit dem Verleger, Billard mit Jakob Wassermann oder Poker mit Felix Salten. Doch, einmal ist es am Sonnwendstein „still herrlich“ und ein andermal ergibt an einem Sonnenwintertag die „Panhans-Skiwiese“ ein „schönes Bild“. Zurück im Hotel traf er schon wieder den Chefredakteur der Neuen Freien Presse, mit dem es allerlei zu bereden gab. Auch das war ein Vorteil der Regenerationsstation Semmering: Die Schönheitder Natur war so selbstverständlich, dass sie nicht störte.

Man entfernte sich aus der Großstadt, um in „Hoch-Wien“ unter sich zu sein. „Man“ – das war das aufstrebende liberale, (neu)reiche, jüdische, kunstsinnige, um Anerkennung kämpfende Großbürgertum, jene „zweite Gesellschaft“, die ab den 1860er-Jahren zu Bedeutung gelangt war. Carl E. Schorske sprach von einer in Wirtschaft, Zeitungswesen oder Kultur tonangebenden Schicht, „die herrschte, aber nicht regierte“. Für das jüdische Bürgertum war der Semmering deshalb so attraktiv, weil hier ein Ort völlig künstlich in die Landschaft gepflanzt worden war, was eine exklusive Besitznahme – ob als Hotelgast oder Immobilienkäufer – möglich gemacht hatte. Anders als im Salzkammergut oder in Reichenau, wo Wiener Bankiers, Anwälte oder Nobelärzte mit ihren nach neuester Baumode errichteten Landhäusern in bereits besetztes Terrain mit schon etablierten Ordnungen eingedrungen waren, drohten in der speziellen Einschicht des Semmerings keine Prestigekonflikte mit der alten höfisch-aristokratisch-katholischen Oberschicht. Der Lebensstil war entsprechend moderner und leichter, wozu die ab 1900 intensivierte Wintersaison beitrug: Oben am Semmering pflegte Wiens jeunesse dorée fashionable neue Sportarten wie Skifahren oder Rodeln.

Während Sommerfrischler „unten“ in Reichenau zumindest ab und zu ihre Muse mit „zünftigen Partien“ auf die Rax unterbrachen, konnte man am Semmering die Zeit zwischen den Mahlzeiten im Modus des Spazierengehens verbringen. Da man schon „oben“ war, gab es keine fordernden Berge, die man hätte erklimmen können. Die Steigungen waren sanft und kurz, man bewegte sich in einer Art Parklandschaft mit der zur Corsostrecke zwischen den Hotels nach städtischer Art ausgebauten Hochstraße als Nervenstrang. Man flanierte an Aussichtspunkten vorbei, als handle es sich um einen Auslagenbummel. In einem Setting, in dem die Macht der Gewohnheit eine derart große Rolle spielte, waren Zerstreuung und Abwechslung wesentliche Konsumangebote. Eine Maßeinheit für Kurzweil waren lohnende Blicke.

„Unaufhörlich wechseln die Bilder, ebensowohl für den, der behaglich im Eisenbahncoupé lehnt, als für den Automobilisten und den bescheidenen Fußgänger. Die eigentümliche Mischung von hellem Kalkfels und Wald geben der Landschaft ein freundliches, lichtes Gepräge und die in ihrer Einfachheit schönen Kunstbauten der Bahn bringen in das Ganze eine eigenartige Stimmung, die mit der eines großen Parkes verglichen werden kann.“

Paul Busson ließ in seinem hymnischen Buch „Der Semmering und seine Berge“ von 1912 kaum eines der essenziellen Gegensatzpaare aus: Behaglichkeit – Kurzweil, Natur – Kunst, wilde Landschaft – freundlicher Park.

Aus der Zuschauerperspektive ist diese Grenzlandschaft zwischen Niederösterreich und der Steiermark ja erobert worden: zuerst mit Blicken vom Fenster des fahrenden Zuges aus und dann, mit Spazierstock und Salontracht, auf den gut gesicherten Spazierwegen zwischen Passhöhe, Panhans und Südbahnhotel. Man war es gewohnt, zu den Semmeringreizen tändelnde Distanz zu halten. „Landschafts-Liebelei“ sozusagen. Man hatte vom Semmering, diesem Eldorado der Panorama-, Fern- und Tiefblicke, zwar den über 2000 Meter hohen Schneeberg und die schroffen Felswände der Rax im Blick, aber befand sich auf halber Höhe im harmlosen Mittelgebirge. Auf das Fehlen des Extremen wurde in Werbetexten gerne hingewiesen, weil dies speziell für aufgewühlte Seelenzustände heilsam sei: „Nervöse Personen leiden nämlich bei längerem Aufenthalt leicht unter dem beängstigenden Gefühl des Eingeschlossenseins und verfallen einer unbehaglichen, gedrückten Gemütsstimmung, die auch auf die Gesundheit rückwirkt (…) Auf der freien, luftigen und mittleren Semmering-Höhe dagegen beherrscht jeden jene freudige, zufriedene Seelenstimmung …“

Die entscheidende Rolle bei der Garantie wohliger Behaglichkeit in grandioser Bergwelt bei gleichzeitiger Vermeidung aller Extreme kam den Hotels zu. Der im 19. Jahrhundert – parallel zum Riviera-Hotel – entstandene neue Typus des alpinen Grandhotels erlaubte Anteilnahme am Pathos heroischer Landschaften, bot zugleich aber intime Geborgenheit. Dieses halb entschiedene Verweilen zwischen Draußen und Drinnen, zwischen öffentlichen Räumen wie Caféterrassen und Privatsphäre, zwischen geschäftiger Aktivität und Diskretion.

Im Übergangsbereich zwischen lichtdurchfluteter Innenzone und märchenhafter Außenkulisse entfalteten die effektvoll in die Landschaft gesetzten Luxushotels ihre Verführungskünste. Mit dem Sektglas in der Hand konnte man in einem Hotel wie dem Panhans oder dem Südbahnhotel der Natur gegenübertreten, was 1912 einen Gesellschaftsreporter der Neuen Freien Presse zu poetischen Bildern inspirierte: „Hier Parfum, das die Sinne umschmeichelt, dort die klare, gesunde Bergluft, hier das Rauschen und Knistern der Roben, dort das geheimnisvolle Rauschen von Fichten und Föhren …“

Wie auf einem Ozeandampfer fühlte man sich von unbestimmbarer Weite umgeben. Dass auf dem Semmering weder Kirche, Dorfwirtshaus noch Friedhof existierte, verstärkte das Gefühl des exponierten Alleinseins. Zugleich konnte man sich abgeschirmt fühlen vor den Problemen „zu ebener Erd“, von den Menschenballungen der Städte oder den Fabriksschloten des Wiener Beckens, deren schmutzigen Dunst man bei gutem Wetter von den Semmeringpromenaden so schön sehen konnte.

Der jähe Wechsel von der Tiefe zur Höhe ist ein Effektpartikel vieler Semmeringdefinitionen. In „Kienreichs Führer durch dasSemmeringgebiet“, 1914 erschienen, ist etwa zu lesen:„Wie eine reichgestaltete Steilküste gegen die See, so fällt das Semmeringgebiet in kurzen Bergtreppen gegen das grüne Meer einer weit hingespannten gegen Wien in zartem Duft versinkenden Ebene ab.“

Dass man die Klippen in „rasender Bahnfahrt“, Stufe um Stufe, Kurve um Kurve, Tiefblick um Tiefblick, so bequem erklettern konnte, machte das Bild von der Steiltreppe für jedermann erlebbar. Solch spielerischer Umgang mit dem Landschaftsrelief steigerte seine Wirkung. Peter Altenberg sprach einmal von „dekorierten Bergeswelten“ und meinte damit die Kleinteiligkeit der Semmeringlandschaft, die wie eine Trickkiste immer neue Thrills bietet. Bergeswelten: etwas eher Gewaltiges. Dekoration:etwas Darübergestreutes.

Ein Stammgast bekannte 1924 in der Semmeringer Kurzeitung:„Ich schwärme für den Semmering in seiner ganzen Majestät und Lieblichkeit.“

In diesem „und“ liegt ein Wesenszug des Erfolgsprodukts Semmering – und wohl auch ein Rest von Infantilität. Immer wieder ist diese Kulissenlandschaft von der Doppelreiterwarte oder vom Hotelfenster aus als Spielzeuglandschaft beschrieben worden, als Miniaturausgabe der ganzen Welt, durch die sich malerisch Eisenbahnzüge schlängeln. In grafischen Darstellungen wurden die Elemente dieser Landschaft – Felsen, Brücken, „grüne Mugel“ und über der Szenerie wie Burgen und Schlösser thronende Hotels – zu unwirklichen Traumbildern montiert. Es war, als könnte man die ganze Szenerie zwischen Südbahnhotel und Rax in eine Schatulle packen. Übersichtlichkeit und Miniaturisierung – neben der früh einsetzenden Sentimentalisierung sind das weitere Wesensmerkmale dieses Naherholungsgebiets.

Noch als depressiver, alkoholsüchtiger „dirty old man“ beschwor der Poet Peter Altenberg, dessen Eltern bereits Stammgäste im Reichenauer „Thalhof“ gewesen waren, Nachbilder früher Glücksgefühle: „Es war wie eine Wunderfahrt zurück, hinauf, ins Märchenland der Kindheit.“

Kaum ein Sinnbild trifft die Semmeringszenerie und -szenografie besser als das des Theaters. Die „echten“ Alpenmassive dienten als Bühnenhintergrund, das pittoreske Relief rund um den Kreuzberg als Mittelbühne. Im Vordergrund spielten sich Genreszenen der Wiener Gesellschaft ab, mit kapriziösen Dialogen der Kurgäste und Villenpendler à la Bahr oder Schnitzler – eine große Komödie mit tragischen Untertönen und der Natur als Stimmungsfaktor.

Der berühmteste Burgschauspieler der Zeit um 1900, Josef Kainz, Stammgast im „Kurhaus der Natur“ (der hier den Herren Bühnenautoren und Kritikern Schneeballschlachten geliefert haben soll), soll einmal gesagt haben:„Wenn ich das Geld zusammenbrächte, möchte ich hier ein Festspielhaus bauen und kein Mensch möchte mich ins ,Parterre‘ der Großstadt herunterbringen.“

Als es ans Sterben ging, bestand Kainz darauf, noch einmal auf den Semmering gebracht zu werden. Die Südbahn stellte für den Transport einen Salonwagen bereit, die Wiener Theaterprominenz gab sich im Kurhaus die Klinke in die Hand.

Die Villen und Hotels, die an den Waldhängen klebten, übernahmen im Semmeringer Landschaftstheater die Rolle von intimen Logen; für das breite Publikum – für die Semmeringökonomie ebenso wichtig wie für die Reichen – standen Terrassen für bis zu tausend Ausflügler zur Verfügung. Peter Altenberg schlug in einer seiner Semmeringminiaturen einmal vor, „Hotel-Regisseure“ anzustellen. Selbst wenn er Schmuck und Kleider der Damen bei der Silvestersoiree liebevoll beschrieb, so war der exakt beobachtende Stimmungsminiaturist stets sensibel für die feinen und weniger feinen Risse und die Verlogenheit des Hotelpublikums: Dessen „falsche Liebenswürdigkeit“ gegenüber dem Personal war ihm ebenso Notizen wert wie hochtrabende „Scheinexistenzen“ oder Familien, die im Hotel „wie Fremde bei einer Jour-Jause“ verkehrten.

Eine Semmeringer Hotel-Charge brachte es sogar zu echtem Theaterruhm. In der Figur des Rosenstock setzte Arthur Schnitzler im „Weiten Land“ einem Semmeringer Hotelportier ein Denkmal. Rosenstock spricht den für die Menschenregie eines Luxushotels wesentlichen Satz: „Die Halle ist für alle.“ Dahinter beginnt die gesellschaftliche Segregation. Dem gutbürgerlichen Schnuppergast war damit seine Grenze gezeigt. Ein Gast, noch dazu ein Preuße, darf im „Weiten Land“ zur Belustigung des Theaterpublikums seine soziale Zurücksetzung beklagen:„Es wäre angezeigt, wenn sie draußen vor dem Tore ein Plakat anheften ließen: In diesem Hotel fängt der Mensch erst beim Baron oder beim Bankdirektor oder beim Amerikaner an ... dieses Eldorado von Snobs, Hochstaplern und Börsenjuden …“

Spätestens in den 1920er-Jahren geriet die betuchte, homogene Semmeringsociety unter Druck, ökonomisch und ideologisch. Der Riss zwischen einem bodenständig-rustikalen und einem urbanen Österreich – Abendkleid kontra Goiserer – wurde auch im Soziotop Semmering spürbar. Die nach Krisenjahren weiterhin glamourösen Grandhotels, in denen man nun zu Jazzbands tanzte und wo man im „Alpencasino“ die Kugel rollen ließ, wurden nun als „Sündenbabel“ attackiert. In „Der Semmering“, dem Organ der mittelständischen Pensionsbetreiber, polemisierte der deutschnationale Autor Oskar Janetschek gegen das „parasitäre Talmi-Leben“ jener, „die sich heute noch als die Götter des Semmering gehaben und sich einbilden, das schönste Fleckchen Erde sei ein Tummelplatz ihrer Launen und noch ärgerer Eigenschaften“. Die antisemitischen Ressentiments wurden schärfer, 1938 stand triumphierend auf Plakaten: „Der Semmering ist judenfrei.“ Alles, was folgte, ist mehrfach gebrochene Erinnerung.